Weihnachtsschrauberei

17. Januar 2010

Tally ho my dear friends!

Ja es gibt mich noch, das Thema Mini drängt sich nur in meinem Alltag immer weiter in den Hintergrund und besteht im wesentlichen aus technischen Erhaltungsreparaturen eines Alltagsautos als dem zeitaufwändigen Verhübschen des selben. Schick sieht er ja auch immernoch aus, aber für mehr als den Zustand zu erhalten reicht weder mein Geld noch (und das am allerwenigsten) meine Zeit. So kam es dass bei meinem Kronach-Aufenthalt über Weihnachten und somit einzigem Zugang zu einer Garage und Werkzeug nur Technik auf der Tagesordnung stand. Behoben wurden:

- Kaputte Achsmanschette gewechselt
- Kratzer auf einem roten Karo mit Sprühlack ausgebessert
- Kaputte Sicherung hinterm Armaturenbrett ersetzt, so dass beide Abblendlichter wieder funktionieren und nicht nur das rechte ^^
- Rostecke am Dach ausgebessert
- Ölwechsel

Fotos davon gibts leider keine, hatte auch da wenig Zeit und keinen Nerv zum fotografieren… Immernoch auf der To-Do Liste stehen:

- Wassereinbruch beheben
- seltsames Poltern von der Vorderachse genauer lokalisieren
- Ölfilter wechseln
- Ventilspiel einstellen
- einiges mehr was bis zum nächsten Termin sicher dazukommt

Was mir auch zunehmend Sorge bereitet ist weißer Qualm aus dem Auspuff beim Kaltstart, das sieht verdächtig nach verbrennendem Öl aus, aber was solls. Die englische Technik erweist sich gerade ohnehin als wesentlich robuster und alltagstauglicher als ihr gemeinhin nachgesagt wird

Diva!

26. Oktober 2009

Ja, ich lebe noch ^^ Und das kleine Schwarze etwas ebenfalls, wenn auch hustend und spuckend - zumindest vor ein paar Stunden als ich von der Arbeit losfahren wollte und das war schon die zweite Arbeitsverweigerung innerhalb kurzer Zeit. Soll heißen er hat was gegen Feuchtigkeit von Oben, letztes mal die selbe Situation morgens auf dem Weg zur Arbeit, Anlasser dreht voll durch aber will und will nicht anspringen.
Dereinst hab ich mich nach 2 Minuten für den Bus entschieden, heute abend hab ichs mal 5min durchgezogen und siehe da nach einigen “tocktocktock” Geräuschen kam er dann in Fahrt, zunächst in der “ich bin ein Traktor” Imitation und irgendwann auch halbwegs normalem Leerlauf.
Prognose: Wasserscheu! Und das für ein Auto aus England…eine Schande! Wenn sich das häuft muss ich wohl mal den Zündverteiler und Anhang unter die Lupe nehmen, irgendwo Steckt da der Wurm drin…

Minigraphie

31. August 2009

Soo hier isser der lange angeteaserte Beitrag über mein Hochglanz Fotoshooting Stattgefunden hat das ganze schon vor Wochen im Fotostudio in dem ich auch arbeite, die Bedingungen waren einfach zu günstig: Platz in der Halle, kein großer Stress und Diffusoren sowie Schwebedecke standen auch schon perfekt was wünscht man (Fotograf) sich mehr.

Und los gings, schwarze Hintergrundrolle hochfahren, ein paar Klappneger aufstellen (nein das ist jetzt kein Rassismus, so heißen schwarze Klappwände im Fotografen/Filmerjargon schon seit Urzeiten ) und rein mit der Karre, damit waren etwa 10% der Arbeit auch schon erledigt Wie jetzt? Mag sich der Hobbyfotograf denken, jetzt holt man doch nur noch die Kamera, drückt drauf und fertig?? Weit gefehlt!
Denn das ist der Punkt an dem man als professioneller Fotograf überhaupt erst anfängt, fotografiert habe ich auch nicht mit irgendeiner Kleinbildknipse sondern einer Fachkamera und Digitalrückteil, das hat sehr viele Vorteile unter anderem den dass mir so 33 Millionen Pixel zur Verfügung standen, das ganze lässt sich also bequem als Poster drucken
Weiter gings mit der Lichtsetzung, der wesentlichste Punkt überhaupt bei der Studiofotografie, ein durchschnittlicher Aufbau bei uns hat ab 10 Scheinwerfer in den unterschiedlichsten Formen, mal als Spotlicht, mal in einen Schirm geblitzt, mal durch einen Diffusor, mal mit einer Wabe davor, mal mit Folie davor, mal gegen eine weiße Wand um diffuses Licht zu erzeugen, mal mit einer Softbox etc…. ist wie ein prall gefüllter Werkzeugkasten über den man gut informiert sein sollte wenn man für ein konkretes Problem das richtige Werkzeug sucht.
Mein Werkzeug waren eine uralte Rund-Softbox von Briese zur Aufhellung, zwei Waben um gezieltes Licht zu setzen, eine Lampe gegen die Decke um aufzuhellen sowie ein Schirm durch Diffusor von vorne um aufzuhellen. Und SO sieht das ganze denn aus:

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Hübsch nicht? Und ja ich hatte noch den Überblick was da wohin leuchtet Aber ich will euch nicht länger mit technischen Details langweilien ihr seit doch alle scharf auf die Ergebnisse und habt sicher schon längst vorgeblättert um euch mein Gefasel zu ersparen, na was solls hier sind die fertig retuschierten Aufnahmen:

Zunächst einmal die “Hauptaufnahme” der ich am meisten Aufmerksamkeit gewidmet habe:

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dann eine Frontantsicht mit fettem Weitwinkel:

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eine Einstellung schräg von vorne im Hochformat:

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einmal der Innenraum:
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und schließlich noch ein Haubendetail:

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Ach ja die Bilder sind allesamt “retuschiert” das heißt einerseits Dinge wie Blinker und Licht in der gewünschten Helligkeit getrennt fotografiert und eingesetzt, nen Verlauf als Hintergrund reingezogen und außerdem Einspiegelungen wie die Radkappen extra eingesetzt. Aber auch sehr viel “Beautyretuschen”, ich gebe es zu….gut man hätte auch vorher das Auto waschen können aber wozu den Stress

Übrigens ein teuer engagiertes Model hatte ich natürlich auch noch, aber seht selbst… (der quark is wie man sieht unretuschiert )

Nr. 1: So sieht Coolness aus ^^

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Nr. 2: Auto zu klein

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Nr. 3: Bild zu klein ^^

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Nr. 4: Freude!

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Soo dat wars jetzt aber auch, hat echt Spaß gemacht und richtig freuen werd ich mich erst wenn die Hauptaufnahme von oben in A0 Größe bei uns im Flur hängt

Zettelschen

30. August 2009

Und wieder mal was aus der Kategorie “Dinge die Golffahrern nicht passieren”, vor ein paar Tagen an meiner Windschutzscheibe gefunden, sehr nett wie ich finde :

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Das mit dem Aufdruck war schnell erklärt, aber tauschen…? Für einen Tag…? Nöööööööööööööö, kommt ja mal gaaaar nicht in Frage

Ein Hoch auf den ADAC!

22. August 2009

Wann passieren Pannen bevorzugt? Richtig, wenn man sie nicht brauchen kann Kurz nach Feierabend in Vorfreude auf ne abendliche Grillfeier und am Arsch der Heide, so geschehen gestern Abend. Übeltäter war diesmal der Gaszug, ein kurzer Riss kurz hinterm Gaspedal und nichts ging mehr. Da steht man dann erstmal ratlos (Bildqualität unter aller Kanone - Handycam ):

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und sucht nach Möglichkeiten zur Fehlerbehebung.

Nach einigem Kramen im Kofferraum fand ich sogar eine Lüsterklemme, eigentlich Gold wert zur Reparatur, zumindest für ein provisorisches zusammenflicken reicht die in der Regel aus. Es kam aber erstmal noch besser, als ich nämlich gerade den alten Zug ausgebaut hatte und dabei war den rest am Gaspedal abzufrickelt seh ich plötzlich wie ein gelbes Auto am Straßenrand hält und einer aussteigt.

Unfassbar aber wahr, genau in dem Moment fuhr zufällig (!) und nicht bestellt ein ADAC Mann vorbei und hat gesehen dass ich wohl Hilfe brauche, besser kanns kaum laufen. Er hatte nur nicht viel Zeit weil er eigentlich unterwegs zu einem anderen Auftrag war, hat mir aber freundlicherweise direkt ein neues Stück Gaszug abgeschnitten, kurz zwei ungefähr passende Endstücke rausgesucht und mir noch einen Inbusschlüssel dagelassen um das eine nach dem Durchfädeln wieder zu befestigen. Den Einbau würde ich ja selbst hinkriegen was auch erstmal recht simpel schien.

Ohne sich überhaupt die ADAC Karte zeigen zu lassen oder sonst irgendwas zu verlangen zog er dann wieder seines Weges - DAS nenn ich mal freundlich! Tatsächlich hätte er mir also genauso als nicht-Mitglied seine Zeit, seine Hilfe und das entsprechende Material überlassen, nicht zu vergessen dass er auf dem Weg zu einem anderen Auftrag freiwillig angehalten hat um mir zu helfen!! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, derartige Hilfsbereitschaft ist äußerst selten geworden.

Leider geriet die Reparatur von dem Punkt an etwas ins Stocken bei mir, das Hauptproblem war dass so ein Gaszug aus vielen kleinen Drähten zusammengewickelt ist um möglichst reißfest zu sein und eben diese sich schon beim Probe-Anbringen des Endstücks leicht aufgedröselt haben. Nachdem ich dann 2-3 mal im viel zu engen Mini Fußraum versucht habe den Draht in die viel zu enge Führungshülle zu schieben war er schon deutlich aufgebogen am vorderen Ende, das hintere schied aus weil dieses Stück aufgepresst war. Was tun? Ich habe mehrere Wege probiert die die Sache immer weiter verschlimmert haben. Die Spitze mit Isolierband fixieren - ging nicht rein…ein stück komplett abzwicken - unmöglich mit meinem Werkzeug…einzelne störende adern auf kompletter länge abwickeln - katastrophal! Spätestens an dem Punkt hatte ich ein völlig aufgedröseltes Stück in der Hand das definitiv durch keinen Kunstgriff mehr in die Führung zu kriegen war.

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Was folgte war klar - Anruf beim ADAC. Und nach einer halben Stunde Wartezeit stieg wer grinsend aus dem Auto? Richtig, der ADAC Mann der vorher zufällig vorbeigekommen war

Lange Erklärungen erübrigten sich dadurch schonmal, die Sache schien relativ klar - neues Stück sauber abschneiden, einfädeln, fertig. Denkste! Die erste Hürde stellte sich schon heraus als er den Zug oben einhaken wollte, das Endstück was er mir gegeben hatte passte zwar ungefähr mit dem Originalteil aber nicht ganz. Wahrscheinlich ein halber Millimeter Unterschied im Durchmesser der dazu führte dass es nicht reinging.
Improvisation war angesagt und ich bin begeistert dass man beim ADAC trotz ständigem Umgang mit Plastikbombern noch solche Kniffe drauf hat, der gelbe Engel hat das Endstück ein wenig abgesägt und mit sanfter Gewalt so doch noch in den Sitz bekommen. Selbstverständlich mit Hinweis das ganze so bald als möglich durch ein Originalteil zu ersetzen!

Weiter gings und direkt das nächste Problem, der Zug bleibt beim durschieben an einer Stelle hängen, alles schieben half nichts, bei der Durchführung an der Spritzwand gings nicht weiter. Also Auto aufbocken, drunter kriechen, wackeln während ich oben nachgeschoben hab, irgendwann flutschte es dann. Am Ende - es war fast zu vermuten - auch noch Probleme mit dem zweiten Endstück, wiederum ungefähr passend aber nicht ganz. Die Lösung war diesmal ein Kabelbinder der verhindert dass das Seil nach oben rausrutscht - wiederum der Hinweis das möglichst bald zu ersetzen. Und nach mindestens ner halben bis einer Stunde gebastel konnte ich tatsächlich wieder weiterfahren!

Ich bin wirklich äußerst positiv überrascht dass es noch ADAC Mechaniker von diesem Schlag gibt, ich hatte auch schon mit deutlich lustloseren Exemplaren zu tun und bin sicher dass nicht jeder die Prozedur bis zum Ende durchgezogen hätte.
Der lächerliche Mitgliedsbeitrag macht sich allein schon durch so eine Aktion komplett bezahlt, ich möchte nicht wissen was ich als nicht Mitglied für Abschleppen in eine Werkstatt inkl. Gaszuginstandsetzung bezahlen würde…
Ich kanns nur mal wieder empfehlen, Leute meldet euch beim ADAC an! Für jeden der ne etwas ältere Karre fährt ist zumindest die Standard Mitgliedschaft fast Pflicht, Plus Mitgliedschaft dann die Kür ^^

Und nein ich krieg kein Geld für die Schleichwerbung - leider

Christine lebt!

19. August 2009

Noch eine kleine Anekdote zum Dänemark-Bericht, wir haben in einem kleinen Ort am Rinkobing Fjord tatsächlich Christine entdeckt Unfassbar aber wahr, ein Plymouth Plaza - optisch sehr sehr ähnlich dem Plymouth Fury aus Buch und Film - stand dort in ähnlich verwahrlostem Zustand wie die Film-Christine am Straßenrand zum Verkauf.

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Ob sie sich ebenfalls selbst repariert haben wir allerdings nicht rausgefunden ^^

1438 km - pannenfrei!

14. August 2009

Ich fahre ein zuverlässiges Auto.

Diesen Satz will ich gleich mal zu Beginn festhalten, einerseits um die Überschrift zu unterstützen, andererseits mir selbst Mut zu machen für Zeiten in denen ich wieder kurz davor bin das kleine Mistvieh zu verkaufen weil er wieder zickt Aber während unseres Dänemark-Urlaubs hat die Karre trotz beachtlicher Strecke wirklich erstaunlich gut durchgehalten, kein Ruckeln, kein Stottern, keine Fehlfunktionen…nahezu unglaublich.

Na gut eine Sache habe ich verschwiegen, es gibt nämlich Schäden die braucht kein Mensch - es ist mir tatsächlich die Sitzfläche durchgebrochen ^^ Ich dachte immer das wird wie bei allen Uralt-Sitzen von Federn erledigt, denkste! Eine Fasermatte mit Gummistreifen hält den Hintern davon ab aufs Bodenbleck zu sacken, oder eben nicht

http://www.allbrit.de/etk_detail.asp?MOD=MIN&Artikelnummer=HGD100150

Genau in der Mitte durchgerissen ist das Drecksteil, scheint aber ein Verschleißteil zu sein wenn ich dem Miniforum trauen darf und nicht (nur) an meinen Pfunden zu viel zu liegen Mal sehen ob ich das irgendwann ersetze, den Urlaub über hat eine zusammengerollte Decke auf dem Sitz ihren Dienst gut erledigt und heute habe ich das ganze sogar noch verbessern können indem ich sie von unten mit Spanngurten befestigt habe, so dass der Schaden auf den ersten Blick gar nichtmehr zu sehen ist.

Ansonsten fiel mir während des Camping Urlaubs mal wieder auf wie unglaublich praktisch so ein Mini ist, abgesehen vom oft unterschätzten Laderaum (wir haben zu zweit wirklich alles nötige untergebracht, auch wenn die Rückbank bis oben vollgestapelt war ) lässt er sich ausgezeichnet als Wäscheleinen-Anker:

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sowie als Müllsack-Halter verwenden:

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Und als Zusatzfeature habe ich noch entdeckt dass man am Türscharnier wunderbar Zeltheringe geradebiegen kann

Alles in allem wars also ein toller Urlaub und der Mini ist durchaus auch mal als Lastenesel und Kilometerfresser tauglich, von den vielen vielen verrenkten Hälsen auf der Autobahn, lachenden Kindern und Däninnen die unbedingt Fotos meines Gefährts machen wollten brauche ich wohl nicht zu berichten oder? Dass ich ein verdammt geiles Auto fahre wissen die Leser dieses blogs schließlich schon lange