Murphy auf der Autobahn
Soo jetzt folgt erstmal mit reichlich Verzögerung meine aktuelleste Murphy-Geschichte. Sie hat sich schon Ende Juli zugetragen auf der Autobahn gen Münster als ich vollbepackt unterwegs war um endgültig hier her zu ziehen. Es war bis dahin alles recht gut gelaufen, die Kiste hat ihre 150 Sachen gut geschafft, es war schön trockenes Wetter und die Autobahn frei um zügig durchzufahren. Das ganze Glück hielt bis Unna (zur Info: 60 km vor Münster, und das bei einer Gesamtstrecke von knapp 500km!!) und äußerte sich zunächst durch wilde Zuckungen am Drehzahlmesser, die zunächst keine Auswirkungen auf das Fahrverhalten hatten. “englische Elektrik” dachte ich, kein Grund zur Sorge…
Etwas beunruhigter war ich dann als langsam aber sicher ein leichtes ruckeln beim Beschleunigen zu spüren war, das dann irgendwann zu einem ausgewachsenen Stottern wurde. Spätestens da wusste ich dass irgendwas nicht stimmt, glücklicherweise war die nächste Ausfahrt ein Parkplatz und ich konnte die Karre erstmal abstellen.
Was folgte waren die üblichen Checks, Zündkabel, Sicherung (der Benzinpumpe), Kontakte prüfen…usw.. Erfolgreich war ich damit nicht wirklich, denn beim Versuch den Motor nach den Checks zu starten ist er gar nichtmehr angesprungen
Da stand ich also nun, 60km vor Münster ohne jeden Einfall wie ich heute noch da hin kommen soll, zudem mit dem kleinen Problem dass ich auf einen wachen Mitbewohner angewiesen war weil ich noch keinen Schlüssel hatte…
Was blieb war die letzte Hoffnung: der ADAC. Nach einer halben Stunde Wartezeit war der gelbe Engel dann auch da, hat alles durchgeprüft und herausgefunden dass die Spritpumpe wohl der Übeltäter ist und keinen Druck aufbaut, viel mehr konnte oder wollte er dann aber auch nicht helfen und hat mich erstmal zur nächsten Werkstatt geschleppt

Von da aus ging die Odysee dann mit dem Fahrrad (das ich glücklicherweise auf dem Gepäckträger dabei hatte) zum Unnaer Bahnhof und nach Münster. Dass ich dabei meinen Schlafsack verloren habe und in der Hektik durch Benutzen der falschen EC-Karte aus Versehen mein Konto gesperrt - geschenkt! Murphy hatte an dem Tag wohl gerade nicht viel zu tun…
Die Nacht war dann von unruhigem Schlaf mit dem Hintergedanken an eine kaputte Spritpumpe geprägt…der erlösende Anruf kam am nächsten Tag: “Sie können ihr Auto abholen…” Diagnose: Kabelbruch. Ich hab bis heute nicht genauer untersucht wo, wie und was da gebrochen ist, es muss auf jeden Fall das Kabel zur Benzinpumpe gewesen sein. Mit 70 Euro bin ich jedenfalls noch gut davongekommen und selbst hätte ich den Fehler wenn überhaupt erst nach langer Suche gefunden und ohne die nötige Ausrüstung auch nur schwierig reparieren können.
Was bleibt ist ein Auto das wieder fährt und die Erkenntnis dass Kabel genau dann brechen wenn man es am wenigsten brauchen kann.

Am 17. August 2008 um 22:55 Uhr
Weitere Erkenntnis: Die Engel des ADAC können (oder wollen?) auch nicht alles finden / reparieren.
Am 24. August 2008 um 11:40 Uhr
Tjaja…es war halt schon spät und er wollte wahrscheinlich bald Feierabend machen. So wirklich bei der Sache war er nichtmehr….
Am 25. August 2008 um 01:40 Uhr
SUUM CUIQUE !
Am 4. Oktober 2008 um 14:58 Uhr
[…] Die Sache war für mich zwar unangenehm aber im Grunde genommen abgeschlossen, wie wir uns erinnern bin ich auf der Fahrt nach Münster mit Kabelbruch an der Benzinpumpe liegengeblieben, das ganze wurde repariert und die Karre fuhr wieder…nunja bis vor ungefähr zwei Wochen jedenfalls. Ich hätte eigentlich schon Verdacht schöpfen müssen als kurz nachdem ich ihn von der Reperatur abgeholt hatte der Drehzahlmesser während der Fahrt häufig zu schwanken anfing, genau das war vor dem letzten Liegenbleiben auch passiert… trotzdem bin ich so 2-3 Wochen probleblos täglich zur Arbeit und zurückgekommen, bis zu diesem verhängnisvollen Montag. Ich war - wie üblich - viel zu spät dran auf dem Weg zur Berufsschule und obwohl sie mit dem Rad locker erreichbar wäre hab ich mich aus Zeitknappheit für den Mini entschieden. Geschafft hab ich es dann auch bis etwa 500 Meter vor meinem Ziel, dann fing die Karre übelst zu ruckeln an und ließ sich schließlich nur noch mit schleifender Kupplung und niedrigen Drehzahlen überhaupt bis zu einem Parkplatz retten ohne abzusterben. Tolle Wurst…da stand die Kiste nun mitten in Münster mit einem Problem das angeblich schon längst von einer “Fachwerkstatt” für teuer Geld repariert war Glücklicherweise bin ich nicht zwingend auf das Auto angewiesen und konnte mich mit Fahrrad und Bus durchschlagen bis ich Zeit gefunden habe der Sache auf den Grund zu gehen. Die Fehlerquelle war relativ schnell gefunden - welch Überraschung es ist die Benzinpumpe… Das ganze wieder hinzukriegen war dennoch alles andere als unkompliziert, ausgestattet mit einem Minimum an Werkzeug, an einem öffentlichen Parkplatz am Straßenrand und nach einem anstrengenden Arbeitstag zu schrauben ist nicht so wirklich prickelnd… ich habe es dann im Endeffekt mit viel Pfusch und Bastelei erstmal wieder hingekriegt. Ursache war wohl ein zweiter Kabelbruch im Kofferraum an der Leitung zur Pumpe, die Pappnasen von der Werkstatt hatten nur einen Wackler an der Sicherung im Motorraum gefunden und behoben. Soviel dazu. […]
Am 2. März 2010 um 23:43 Uhr
[…] Ich hab befürchtet dass es irgendwann soweit kommen würde aber es geht nichtmehr anders, den Mini werde ich als Ganzjahresauto nicht aufrechterhalten können, so leid es mir tut. Nachdem dieser Artikel nun SCHON wieder von einem ADAC Einsatz handeln wird (Wir erinnern uns) und die Karre SCHON wieder liegen geblieben ist sind meine Nerven und bald auch mein Geldbeutel am Ende mit der Geduld. Aber der Reihe nach. […]