Frischluft ist überbewertet!

29. Juli 2010

Wusst ichs doch…

Solange werdet ihr euch wohl mit lustigen R5 Stories begnügen müssen und die kommen mit Sicherheit früher oder später.

Die R5 Stories haben nicht lange auf sich warten lassen. Den ersten ADAC Einsatz wegen leerer Batterie (Licht an…*hüstel*) hab ich mal galant verschwiegen - zu unspektatkulär. Dass der Motor klappert daran hab ich mich eh gewöhnt und dass es reinregnet kenn ich ja noch vom Mini. Eine kaputte Feder an der Schaltung die dafür sorgte dass man etwa so präzise schalten konnte wie eine Modelleisenbahn mit einem Regenschirm ließ ich auch unerwähnt ebenso wie die ausgefallene Instrumentenbeleuchtung die bei längeren Autobahnfahrten nachts den schönen Effekt hat dass man weder weiß wie schnell man fährt noch wieviel noch im Tank ist Geschenkt… aber jetzt kann ich nicht länger schweigen, der erste “Großeinsatz”.

Und das ausgerechnet bei so einem Proll-Luxus-Überflüssigkeitsthema wie elektrischen Fensterhebern. Ich frag mich schon seit Ewigkeiten wer sowas ernsthaft braucht, wer nichtmal das bischen Muskelkraft zur Betätigung der Dinger besitzt sollte ernsthaft über die Abgabe seiner Fahrerlaubnis nachdenken. Aber was solls, wenn die Scheiße schonmal eingebaut ist in die Karre muss man sie halt benutzen.
Das fiel in letzter Zeit nur immer schwerer, obwohl ich die Dinger vor kurzem noch mit Fett gängig gemacht hatte ließen sich sich nur sehr zögerlich zum hoch- und runterfahren überreden, meist hat man sie dann aber - lustigerweise dann doch wieder mit Muskelkraft - dazu bekommen sich zu bewegen. Bis vorgestern, da quittierte die linke Seite endgültig ihren Dienst.
Das mag zunächst mal harmlos klingen, wenn man allerdings wie ich ausschließlich an öffentlichen Straßen in Bahnhofsnähe parkt und über einen äußerst begrenzten Fundus an Werkzeugen verfügt ist das eine mittlere Katastrophe! Mich hätte noch nichtmal ein potentieller Diebstahl abgeschreckt, aber die Wahrscheinlichkeit dass am nächsten Tag diverse Idioten ihre Kippen, Bierflaschen oder andere Flüssigkeiten in der Karre entsorgt hätten ist hier doch ziemlich hoch.

Also was tun, zunächst mal die ganze Verkleidung abgeschraubt, die Scheibe lässt sich aber auch so nicht manuell nach oben bewegen weil sich der Motor offenbar mit der Welle verkeilt hat die den Heber betätigt. Und da das ganze System zumindest nicht trivial zerlegbar ist bliebt mir nichts anderes als den ganzen Müll rauszureißen, Motor Welle und Hebemechanismus. Fragt nicht wie oft ich geflucht habe weil man mal wieder Asiatenhände braucht um die verwinkelten Stellen in der Tür zu erreichen, von den scharfkantigen Teilen die offenbar eigens für den Zweck angebracht wurden sich die Hände daran aufzureißen mal ganz zu schweigen.

Nun das nächste Problem, die Scheibe ist freigängig aber hängt natürlich lose im Rahmen, wie soll ich die so fixieren dass sie oben bleibt? Nun, das liebe Kinder nennt man:

Foto018_001

PFUSCH! Ich hab etwa ne Viertelstunde dran rumgefrickelt, bis ich irgendwann auf die Idee kam ne Holzlatte ungefähr passend abzusägen und mit sanfter Gewalt darunter zu verkeilen, die Schraubzwinge sorgt übrigens dafür dass sie nicht seitlich verrutscht und die Scheibe nen Abflug macht. Erstaunlicherweise hat diese Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst bislang tatsächlich mehrere Kurzstreckenfahrten inklusive Schlaglöcher heil überstanden, ich war selbst erstaunt Und glücklicherweise fahre ich nächste Woche eh nach Kronach wo ich die Geschichte ein bischen professioneller beheben kann, solange gibts erstmal keine Frischluft. Aber auf die verzichte ich ja ganz gerne mal wie sich Stammleser dieses blogs möglicherweise noch erinnern

Nicht schön aber selten…

24. Mai 2010

Soo es is soweit, nach einigen Wochen des Radfahrens hab ich tatsächlich wieder nen fahrbaren Untersatz vermacht bekommen (um genau zu sein von meinem Dad bei dem die Karre eh nur abgemeldet rumstand - danke an der Stelle). Die Bezeichnung “Auto” vermeide ich an dieser Stelle bewusst Tadaa, da isser, Renault R5 ehemals der ganze Stolz französischer Automobilbaukunst:

r5front

r5seite

r5hinten

r5innen

Gibt definitiv schönere Autos aber auch hässlichere, seine Ur-Form den R4 finde ich sogar ganz ansehnlich. Der leichte Proll-Look meines Exemplars stammt übrigens noch vom ca.18jährigen Vorbesitzer der die Karre nach kürztester Zeit mit nem Kolbenfresser totgefahren hat, inzwischen schlägt auch ein etwas schwächeres Herz darin, nichtmehr der ursprüngliche GTX Motor. Was das Styling geht bin ich noch etwas unenschlossen ob ich den 80er Look noch durch ein paar Dekoartikel wie Fuchsschwanz und Antennenbällschen verstärken soll oder den Status Quo belassen da ich ohnehin nicht viel Leidenschaft mit der Karre verbinde. We will see…

Im Moment ist es für mich ne Blechbüchse mit 4 Rädern die mich halbwegs bequem von A nach B bringt bis der Mini wieder läuft. Kann sein dass es bis zum Spätsommer/Herbst dauert, kann aber auch sein dass es erst im Frühjahr 2011 soweit sein wird. Solange werdet ihr euch wohl mit lustigen R5 Stories begnügen müssen und die kommen mit Sicherheit früher oder später.
Fängt schon damit an dass der Motor Nagel-/Klappergeräusche von sich gibt, die Kupplung hakt und das Schloss an der Heckklappe manchmal klemmt. Also soo anders als der Mini ist er dann doch nicht

The Caraboot

6. April 2010

Solange meine Karre noch steht (inzwischen abgemeldet in der Garage, Neuigkeiten frühestens gegen Sommer ) gibts mal wieder ein wenig kurzweilige Unterhaltung, heute ein Link aus dem Mini-Forum, der “Caraboot” (klick aufs Bild führt zum Video)

Abenteuerliches Gefährt das, ich frag mich wie sich diese Kombi fahren lässt. Immerhin hat man ja 6 Räder von denen nur 2 steuerbar sind, Fahrten durch enge Straßen mit 90° Abzweigungen stell ich mir lustig vor… Ganz zu schweigen von der Panik in jeder scharfen Kurve dass mir die fahrbare Küche nach hinten abhaut

Übrigens nicht zu verwechseln mit der Austin Wildgoose, die verfügt immerhin über einen “echten” Caravanaufbau auf den Rahmen.

Soll ich fremdgehen?

15. März 2010

Ich bin in Versuchung unvernünftige Dinge zu tun…^^ Aber fangen wir von vorne an, da der Mini im Moment gar nicht fahrtüchtig ist und der Renault selbst wenn er es über den Tüv schafft auf dauer eine ziemlich klapprige Lösung ist gehen meine Überlegungen in Sachen fahrbarer Untersatz gerade etwas mit mir durch. Warum eigentlich nicht was ganz neues? Ok, mein Kontostand spricht klar dagegen aber auf lange Sicht ließe sich sicher ein bischen beiseite legen dafür.

Ich liebäugle momentan extrem stark mit ner Karre aus Rüsselsheim, sorry VW Fans aber ich muss glaube ich überwechseln zur dunklen Seite der Macht Was mir konkret vorschwebt ist ein C-Kadett evtl. in der “City” Version:



(Quelle Wikipedia, Autor Rudolf Stricker)

Ist das nicht mal ein hübscher Hintern? Und soweit man hört sollen die Kisten auch noch relativ zuverlässig sein, kann man vom Mini rückblickend nur eingschränkt behaupten…dann noch ein Kofferraum der den Namen verdient und Platz für 4 Leute ohne Gefahr sich Körperteile abzuquetschen.
Das klingt scheiße vernünftig, ich weiß Aber als Winter Lösung November bis April wäre das durchaus ne Option über die ich nachdenke, wenn sich ein bezahlbarer in gutem Zustand findet hört ihr auf jeden Fall als erste davon

Schlussstrich

2. März 2010

Ich hab befürchtet dass es irgendwann soweit kommen würde aber es geht nichtmehr anders, den Mini werde ich als Ganzjahresauto nicht aufrechterhalten können, so leid es mir tut. Nachdem dieser Artikel nun SCHON wieder von einem ADAC Einsatz handeln wird (Wir erinnern uns) und die Karre SCHON wieder liegen geblieben ist sind meine Nerven und bald auch mein Geldbeutel am Ende mit der Geduld. Aber der Reihe nach.

Ich war mal wieder auf dem Weg nach Kronach weil an der Karre ohnehin einiges im Argen lag, ein kaputtes Gurtschloss ist noch das geringste, dass es reinregnet bin ich eh schon gewöhnt aber ein schleifendes Geräusch das auf ein kaputtes Lager oder Getriebe hindeutet sowie ausufernder Ölverlust haben mich dann doch dazu bewogen was zu tun bevor die Karre ganz auseinanderfällt. Mein Glück auf dieser Fahrt hielt keine 30 Kilometer, kurz nach Münster fällt mir mitten auf der Autobahn zuerst das Radio aus, kurz darauf wird das Licht schwächer. Ganz großes Kino, das ganze wie soll es auch anders sein mitten in einer Baustelle! Mit letzten Kräften hab ich es gerade noch raus geschafft und auf den Standstreifen, denn dass der Ausfall der Zündung nichtmehr fern liegen konnte war mir schon zu diesem Zeitpunkt klar.

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So kam es dann auch und ich stand da. Nachts. Im Regen. Auf einer stark befahrenen Autobahn mit einem mattschwarzen Auto das nur noch spärlich beleuchet ist… Ganz großes Tennis, wie gesagt… In solchen Situationen gibt einem die ADAC Plus Karte im Geldbeutel schon mehr als ein beruhigendes Gefühl. Nachdem ich mich auf schnellstem Weg aus der Karre hinter die Leitplanken gerettet hatte und das Warndreieck zum ersten mal seiner Bestimmung zugeführt hieß es nur noch eine gute halbe Stunde zu warten, zu frieren und zu fluchen bis ich endlich zum ADAC Depot geschleppt wurde.

Von da an verlief alles weitere wie am Schnürchen, es wurde recht schnell das diagnostiziert was ich auch schon vermutet hatte: Probleme mit der Lichtmaschine. Offenbar ein völlig oxidierter Stecker der zu Vorwiderständen führte worauf sich das ganze Gewurstel dann ordentlich erhitzt hat.
Und da erstens Wochenende war, kein Mietwagen in erreichbarer Nähe verfügbar und ich alleinreisend war durfte ich die Plus Mitgliedschaft mal in vollen Zügen auskosten, sofortiger Rücktransport von Wagen und Fahrer nach Kronach auf einem T5 Transporter. Und das ganze so schnell und unkompliziert wie es irgendwie ging, zwei Formulare ausgefüllt, Fahrer verständigt und eine weitere halbe Stunde später saß ich im Transporter Richtung Kronach, meine Karre fest verzurrt auf der Ladefläche.

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Besser gehts nicht, und das ganze bis vor die Haustür. Mein großer Dank an dieser Stelle nochmal an den Abschlepp-Fahrer der das ganze veranlasst hat sowie den Transporter-Fahrer der in dieser Nacht auf sein Bett verzichtet hat um mich wohlbehalten nach hause zu bringen!

So glimpflich die Geschichte für mich also auch ausgegangen ist, sie hat doch dazu beigetragen mir ernsthaft Gedanken über die Zukunft der Karre zu machen, dass es so nicht weitergeheh kann ist klar. Dass er nur im äußersten Notfall verkauft wird auch, was bleibt also?
Das Ergebnis längeren Hin- und Herüberlegens ist nun dass es auf eine Saisonzulassung rausläuft. Den nächsten Winter wird definitiv der olle R5 meines Dads herhalten müssen, der bislang abgemeldet rumstand weil er ihn nichtmehr braucht. Schöne Autos sehen anders aus, aber im Moment ist das die einzig sinnvolle Lösung. Bis dahin werde ich erstmal auf Bus und Fahrrad zurückgreifen müssen, ab Mai zeitweise den Käfer nutzen und eventuell über die Sommermonate der englischen Kiste noch ne Chance geben wenn bis dahin die größten Probleme beseitigt sind.

Die englische Technik ist für solche Dauerbelastungen in Kombination mit mangelnder Pflege (da in Münster keine Garage zum Schrauben vorhanden) einfach nicht ausgelegt. Schade für mich - gut für den Mini! Ohne Streusalz und tausende Kilometer im Jahr wird er mir sicherlich länger erhalten bleiben als es sonst der Fall gewesen wäre

3cm sind absolut genug

27. Januar 2010

Mal wieder ein nettes Video zum Thema Kleinwagen

Die gelben Teufel

18. Januar 2010

Man man man, da lobt man die Karre nach Ewigkeiten mal wieder und zack - zickt se wieder Problem ist immernoch die Feuchtigkeit, nachdem ich nach langer Trockenperiode (bzw. Schneeperiode) heute morgen schon wieder wegen etwas Wasser von oben nicht vom Fleck kam hat es mir gereicht. Karre stehen lassen und abends ADAC rufen.
Der kam auch gewohnt flott, leider hatte ich diesmal kein ganz so nettes Exemplar wie bei der Gaszuggeschichte erwischt. Er kam schon ziemlich schnoddrig an, beim ersten Blick auf den Motor war “alles verdreckt”…”kein Wunder dass das nicht geht” etc… Der “Experte” hat dann noch 5min mit nem Heißluftfön und Kontaktspray rumgewerkelt (was ich im übrigen längst selbst probiert hatte) um festzustellen dass das auf jeden Fall in der Werkstatt gemacht werden müsse. Notgedrungen ließ ich mich also da hin schleppen, wobei sich bei den Anschleppversuchen schon erste Erfolge zeigten, er lieft kurz aber nicht lange.
Auf dem Parkplatz der Werkstatt (wo er mich ohne weitere Hinweise stehen hat lassen, weder gefragt wie ich nach hause komme noch irgendeine Unterschrift verlangt) war es mir dann endgültig zu bunt und ich habs nochmal selber versucht, 2 Zündkabel gegen Reservekabel (immer dabei) getauscht, nochmal Kontaktspray - ha! da isser. Nach kurzen Bemühen lief er rund als ob nie was gewesen wäre.
Klar ist zwar dass die Freude nicht von langer Dauer sein wird, aber DAS hätte der Typ ja wohl auch noch hinkriegen können. 5min länger versuchen statt wegen Faulheit und einsetzendem Regen ein ganz simples Kontaktproblem als unlösbar hinzustellen. Jetzt werden erstmal neue Zündkabel und Verteilerkappe bestellt dann sehen wir weiter, so schnell geb ich mich nicht geschlagen!